In diesem Kurs werden zahlreiche Aktivitäten und Aufgaben angeboten, die wissenswertes über das Thema Forstwirtschaft vermitteln. Dabei wird vor allem die Bedeutung von Wäldern in der unmittelbaren Umgebung näher betrachtet. Aber auch Zusammenhänge zwischen Klima und Forstwirtschaft werden auf entdeckerische und spielerische Weise in lebensnahen Übungseinheiten angeboten.
Als Gesellschaft stellen wir immer höhere Anforderungen an unseren Wald. Zahlen und Daten bilden die Grundlagen, um entscheiden zu können, wie wir mit diesem Gut umgehen. Österreichs Wald nimmt immerhin 48% des gesamten Staatsgebiets ein. Dies entspricht rund 3,3 Mio. Hektar oder umgerechnet 80mal der Fläche Wiens.
Warum wachsen Bäume an unterschiedlichen Standorten?
In der Regel sind abiotische Faktoren (Temperatur, Niederschlag, Bodenverhältnisse sowie Meereshöhe) für die Ausprägung des Waldes entscheidend. Für den Waldbauern gilt es, im Rahmen der sog. Biodiversität vor allem standortsgemäße und heimische Baumarten im Wirtschaftswald vermehrt auszuwählen. Wichtig ist es daher, genau über die Eigenschaften und Ansprüche der einzelnen Baumarten Bescheid zu wissen.
Höhenstufen sind in vertikaler Richtung aufeinanderfolgende Klima- und Vegetationsgürtel. Die einzelnen Höhenstufen sind nach klimatisch-pflanzensoziologischen Gesichtspunkten und nicht nach bestimmten Seehöhenwerten definiert. Die Höhenstufen werden anhand von Leitgewächsen oder Leitgesellschaften bestimmt. In Österreich finden wir kolline, montane und subalpine Höhenstufen.
Die natürliche Entstehung von Wäldern erfolgt durch eine Abfolge verschiedener Pflanzen- und Tiergesellschaften hin zu einem stabilen Naturwald. Dem gegenüber steht die Pflege und Verjüngung im Wirtschaftswald. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung über die Jahrhunderte ist der mit Abstand wichtigste Beitrag zum Erhalt des Waldes.
Im Forstschutz steht heute der Schutz des Waldes gegen schädliche Tiere (Schadinsekten), Pilze, Pflanzen und Umwelteinflüsse und Schädigung durch die Holzrückung im Vordergrund.
Der Wald übt auf die ihn umgebene Landschaft, den Menschen, den Boden, Wasser und Luft, sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt eine bedeutende, vielfältige Wirkung aus und erfüllt eine Reihe von Funktionen:
Wir verwenden Holz in unzähligen Dingen unseres Alltages. Darüber hinaus wissen wir aber selten, welcher Baum hinter welchem Holz steckt. Wie können wir erkennen, dass ein Holz aus Österreich stammt und kein aus den Tropen importiertes Holz ist?
Mit Hilfe der Photosynthese bzw. Fotosynthese wandeln Pflanzen Kohlendioxyd in Sauerstoff um. Das Wort „Photosynthese" kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Licht" (photos) und „Aufbau" (synthesis). Zusammengesetzt könnte man also davon sprechen, dass die Photosynthese etwas unter dem Einfluss von Licht aufbaut.
Wald in Österreich ist prinzipiell zu Erholungszwecken frei zugänglich. Letztlich sind dazu sind Spielregeln unumgänglich. Viele dieser Regeln sind im österreichischen Forstgesetz festgeschrieben. Es gilt der 'Grundsatz, dass "Wald so zu behandeln ist, dass die Produktionskraft des Bodens erhalten und seine Wirkungen (Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungswirkung) nachhaltig gesichert bleiben".