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Lernmaterialien zu "Von der Blüte zum Honig"

7. Feindabwehr: Bienengift

Quelle: LFIJeder weiß, dass Bienen stechen können und dass diese Stiche sehr schmerzhaft sind. Bei allen staatenbildenden Insekten kann man eine Wehrhaftigkeit finden. Das ist notwendig, um sowohl das Volk als auch die gesammelten Vorräte vor Feinden zu schützen. Sie haben einen Stachel mit Widerhaken und Giftdrüse (siehe Foto). Wenn eine Biene ein anderes Insekt sticht, verliert sie dabei nicht ihren Stachel, das passiert nur, wenn sie ein Säugetier oder einen Menschen sticht. Die Haut ist so ledrig, dass sich der Giftstachel mit seinen Widerhaken in der Haut verkrallt und samt der Giftdrüse von der Biene abreißt, wenn sie wieder wegfliegt.


Quelle: Pixabay, User: NemoDass die Biene damit ihr Leben für das Volk opfert, ist nicht nur einfach ein Missgeschick sondern macht damit den Angriff effizient. Der Stachel besteht aus zwei Teilen, die sich gegeneinander bewegen können und so schiebt sich der Stachel von alleine immer weiter in die Haut hinein und die Giftdrüse kontrahiert sich und spritzt so das gesamte Gift in die Wunde
Dazu kannst du dir auch folgendes Youtube-Video ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=7_wr3DIqzr0

Das Gift kann auch geerntet werden, indem vor dem Bienenstock am Einflugloch eine unter Strom stehende Membran installiert wird. Bienen, die darauf landen, bekommen einen kleinen Reiz und stechen durch die Membran durch und hinterlassen auf einer darunterliegenden Glasplatte einen Gifttropfen. Dieser trocknet ein und kann dann von der Glasplatte abgeschabt werden. Bienengift erzeugt auf der Haut eine angenehme Wärme, die bei Gelenks- und Muskelschmerzen wohltuend ist. Manche lassen sich sogar ganz gezielt von Bienen stechen, man sagt Imker haben nie Rheuma oder Gicht, weil sie regelmäßig gestochen werden.