Print this chapterPrint this chapter

Lernmaterialien zu "Wildbienen und Hummeln"

3. Wildbienen

In diesem kurzen Film siehst du ein Interview mit einer Wildbienenforscherin:



Quelle: flickr.com, User: Jürgen Mangelsdorf, CC BY-NC-NDDie Wildbienen sind eine sehr große Gruppe von Arten. In Österreich wurden schon 605 Arten nachgewiesen! Ein paar Namen: Blattschneiderbienen, Mauerbienen, Holzbienen, Schlürfbienen. Wie alle Bienen und auch Hummeln ernähren sich die Tiere von Nektar und Pollen. Die Wildbienen heißen auch Einsiedler-Bienen, weil die begatteten Weibchen alleine ein kleines Nest bauen, wo sie Brut-Zellen mit Nektar und Pollen füllen, den dann die Larven alleine fressen. Ein Weibchen baut nur 10-30 Zellen, füllt diese mit Futter und legt Eier dazu, dann stirbt es. Die Nester werden je nach Art unterschiedlich gebaut: im Boden, im Sand, in Pflanzenstengeln, in morschem Holz, usw.. Um die Zellen zu befestigen, verwendet das Weibchen Speichelsekret, Erde, Blattstückchen und Harz. Weil es so viele verschiedene Arten gibt, können die auch ganz unterschiedlich aussehen: rot, gelb-schwarz-gestreift, weiß gefleckt, stark behaart oder nackt, blau-grün-schimmernd.

Quelle: Pixabay, User: NemoQuelle: Wikimedia, CC BY-SA, User H. Mouret

Die kleinsten Wildbienen sind nur 3mm groß, die größten- das sind die Holzbienen - werden 23mm groß und schauen aus wie eine Hummel, nur blau-metallisch glänzend (siehe Bild unten). Die Wildbienen fliegen nur eine kurze Zeit im Jahr. Zuerst schlüpfen die Männchen, nach der Paarung sterben diese schon wieder. Die begatteten Weibchen bauen nur ein paar Wochen wenige Nester mit einigen Zellen, dann sterben auch sie. So kommt es, dass die Bienen als Larven in einem Gespinst im Nest überwintern. Dafür haben die Larven immer eine Zelle für sich alleine.


Nachdem sie Einsiedlerbienen heißen, gibt es keine Völker, keine Staaten - die Bienen arbeiten nicht zusammen, auch wenn sie an manchen Stellen nebeneinander Nester bauen. Die einzelnen Arten haben sehr unterschiedliche Zeiten im Jahr, wo sie auftauchen. Das hängt vor allem von ihren Nahrungspflanzen und der Wärmebedürftigkeit ab. Manche Mauerbienen fliegen schon ab wenigen Plusgraden und können so Bestäubung übernehmen, die die Honigbienen bei so niedrigen Temperaturen nicht leisten können. Wie die Honigbienen und Hummeln sind auch Wildbienen durch Gifte gefährdet, auch der Verlust an Lebensräumen, Nistplätzen und Nahrungspflanzen in intensivem Agrarland setzen den Wildbienen zu.